Digitale Ausgabe (CD/DVD)

Die digitale Ausgabe des Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland kombinierte die Eigenschaften eines interaktiv nutzbaren elektronischen Atlasses mit denen eines illustrativen multimedialen Buches, wobei auf die Integration von akustischen Elementen und Videosequenzen bewusst verzichtet wurde. Als Folge der Weiterentwicklung digitaler Technologien sind die CDs bzw. die DVD heute nur noch mithilfe spezieller technischer Workarounds und besonderer Kenntnisse verwendbar. Aus Dokumentationsgründen lassen wir die ursprünglichen Beschreibungen und Nutzungshinweise jedoch im Folgenden stehen. Lediglich die ursprünglich enthaltenen Hinweise zur Problembehandlung (Trouble Shooting) wurden entfernt:

Die Vorteile gegenüber der gedruckten Ausgabe liegen in der Verfügbarkeit von Suchfunktionen, aktiven Referenzquellen (Internet) und, nicht zuletzt, in der interaktiven Informationsvermittlung. Dabei verfolgt das Konzept drei wesentliche Punkte:

  • Bereitstellung aller Themen der Buchausgabe in vollem Umfang,
  • Ausnutzung der Funktionalität elektronischer Medien,
  • den Wünschen moderner Informationsvermittlung angepasste Präsentation grafischer Elemente am Bildschirm.

Für jedes Thema werden Texte, Karten und andere graphische Elemente des analogen Atlasbandes digital aufbereitet und gegebenenfalls ergänzt sowie mit einem Suchverzeichnis und erweitertem Glossar versehen. Neben der Visualisierung der statischen Karten wird den Nutzenden zusätzlich die Möglichkeit geboten, interaktive thematische Karten unter Auswahl vorgegebener Indikatoren selbst zu erstellen.

Oberfläche

Die Benutzeroberfläche gliedert sich grob in zwei Bereiche, das Informationsfenster [1] und die Navigationsleiste [2]. Zusätzliche Fenster (Glossar, Stichwortverzeichnis, ganzseitige Karten, Internetverbindung) öffnen sich durch das Anklicken von speziell gekennzeichneten Wörtern, Textpassagen oder mit einem Link versehenen graphischen Elementen.

Screenshot der interaktiven Benutzeroberfläche der elektronischen Atlasversion. Zu sehen ist ein Fenster mit Inhalten zum Thema Umweltsiegel als Beispiel für die zweispaltige Gestaltung. Das Informationsfenster ist mit einer weißen eins auf blauem Kreis versehen. Am unteren Rand befindet sich die blau unterlegte Navigationsleiste mit verschiedenen Symbolen, die mit einer weißen 2 auf blauem Kreis markiert ist. Im Informationsfenster wechseln sich Texte mit einer Karte mit Lupensymbol sowie einer Grafik ab. Da das Bild lediglich als Beispiel für den Seitenaufbau dient, sind die Inhalte nicht zu erkennen.

Textlinks sind je nach ihrer Verknüpfung farbig unterschiedlich gekennzeichnet; zudem verändert sich die Form des Cursors und zeigt an, welchen Bereich man durch Anklicken aktiviert [3].

Ausschnitt aus dem Text des Informationsfensters des vorherigen Beispiels. Zu sehen ist schwarzer Text auf weißem Grund. Im oberen Bereich befinden sich zwei Wortgruppen in Klammern in blauer Farbe. Im unteren Bereich wurden drei Begriffe in Rot geschrieben. Sowohl die blauen als auch die roten Textlinks sind mit einer weißen 3 auf blauem Kreis markiert.

Die Navigationsleiste dient der Bewegung durch die Atlasseiten und der Orientierung. Sie besteht aus sieben Schaltflächen mit unterschiedlichen Funktionen [4].

Navigationsleiste mit schriftlicher Erläuterung der Bestandteile. Die Abbildung ist als Nummer 4 mit einer weißen Nummer auf blauem Kreis versehen. Von links nach rechts enthält die Navigationsleiste 7 Button. Alle Buttons zeigen auf dunkelblauem Grund eine stilisierte Deutschlandkarte. Der Button ganz links ist mit dem Begriff „Atlas“ versehen. Dahinter finden sich das Inhaltsverzeichnis, Glossar, Stichwortverzeichnis, Abkürzungen und so weiter (markiert durch …). Die nächsten vier Button gehören zur Kapitelnavigation (äußeren) und Seitennavigation (inneren). Rechts neben der Kapitelnavigation gibt es zwei weitere Button. Der Linke zeigt ein „H“ und ermöglicht, die History der letzten zehn besuchten Seiten direkt anzusteuern. Der Button ganz rechts, zeigt ein „L“ und erlaubt das Setzen und Aufrufen von Lesezeichen.

View Only-Modul

TEXT UND GRAFIK

Die einzelnen Atlasbeiträge werden auf 4 bis 10 Bildschirmseiten wiedergegeben, basierend auf dem Material der gedruckten Ausgabe [5]. Die Text- und Grafikelemente werden so umgesetzt, dass eine ausgewogene Verteilung von graphischen und Textbestandteilen entsteht. Deshalb ist es manchmal notwendig, den Beitrag um passende graphische Elemente zu ergänzen. Die einzelnen Komponenten (Text, Graphik, Karte, Photo) werden mit ihren entsprechenden Eigenschaften in einer Datenbank abgelegt, als Grundlage für die Präsentation.

Das Bild, versehen mit der Nummer 5 auf blauem Kreis zeigt auf der linken Hälfte eine Seite aus dem gedruckten Nationalatlas. Dort sind unter einer blauen Überschrift und der darunter befindlichen Angabe der Autorinnen bzw. Autoren im vier-Spalten-Layout drei Grafiken, eine Karte, die ca. die Hälfte der Seite einnimmt und Texte kombiniert. Die Grafiken und die Karte stehen auf einem grauen Fond. Im rechten Teil der Abbildung werden zum Vergleich zwei zusammengehörige Screenshots gezeigt, die die Umsetzung der Atlasseite für den Bildschirm verdeutlichen. Im zwei-Spalten-Layout befindet sich eine Grafik und die Karte mit einem Teil des Textes im oberen der beiden Screenshots, während die beiden anderen Grafiken mit dem restlichen Text auf der zweiten Seite, die darunter gezeigt wird, platziert werden musste. In diesem Fall stehen die Grafiken und die Karte auf einem gelben Fond. Linien zwischen dem rechten und linken Teil der Abbildung verdeutlichen welches grafische Element der Atlasseite wo für den Bildschirm platziert wurde.

Bei der Präsentation können Karten durch Anklicken vergrößert werden. Querverweise, Glossareinträge, Internetlinks, das Aufrufen von Flash-Darstellungen und des iKart-Moduls funktionieren per Mausklick auf entsprechend verknüpfte Textstellen oder Graphiken.

Interaktive Module

IKART-MODUL

Das Modul „iKart“ zur Erstellung interaktiver Karten ist ein eingebettetes Programmsystem, basierend auf dem Geographischen Informationssystem W ³ GIS. Der Start erfolgt einerseits über Verweise im Text (direktes Generieren der entsprechenden thematischen Karte) oder direkt über die Navigationsfläche (Generieren einer Basiskarte).

Ausgehend von Datensätzen, die aus einfachen, räumlich verortbaren statistischen Daten oder Indikatoren bestehen, wie z.B. der Einwohnerdichte auf Kreisebene, werden die Karten zunächst automatisch erstellt [1]. Dabei ist die Grundkarte vorgegeben.
Der Nutzer kann in bestimmte Gestaltungsebenen interaktiv eingreifen [2] :

Ausschnitt der veränderbaren Legende mit Einstellungsmöglichkeiten aus dem iKart-Modul. Die Abbildung ist bezeichnet mit einer weißen zwei auf blauem Kreis. Auf der linken Seite wird die thematische Legende angezeigt, in diesem Fall die Klassifikation der Einwohnerdichte in sechs Klassen und der dazugehörigen Farbreihe von hellgelb für die niedrigsten Werten über gelb und orange-Töne bis zu einem kräftigen Rot für die höchsten Werte. Links davon werden die Basiskartenelemente in einer Liste angezeigt. Dazu gehören die Küstenlinie, Bundesgrenze, Landesgrenze, Landesname, Kreisgrenze, Kreisname, Stadt, Gewässer, Autobahn, Europastraße und ICE/IC/EC-Trasse. Die meisten dieser Elemente können durch einen Button zwischen Kartenzeichen und textlicher Bezeichnung zu- oder abgeschaltet werden. Links unten ist das Logo des Nationalatlas – drei schmale Dreiecke in schwarz, rot und gelb, die so verdreht übereinander lagern, dass die sehr stilisiert die Form Deutschlands erkennen lassen – und das Copyright des Instituts für Länderkunde zu erkennen.
  • Auswahl des angezeigten Indikators (hierbei sind auch Vergleiche oder Überlagern mit einem zweiten Indikator möglich),
  • Klassifizierung der Daten bzw. Abfragen nach bestimmten Kriterien,
  • Farbwahl und Darstellungsart (Diagrammtypen),
  • Ein- und Ausschalten bestimmter Basisinformationen (Gewässer-, Fernstraßen- und Schienennetz, Städte, Bezeichnungen).

Daneben existieren zahlreiche zusätzliche Funktionen, u.a.:

  • Betrachten der Ausgangsdaten in einer Tabelle [3]. (Auswahl in Tabelle führt zur Anzeige in der Karte und umgekehrt),
  • Zoomfunktion (in Abhängigkeit vom Maßstab werden zusätzliche Informationen eingeblendet),
  • Drucken (gedruckt wird der aktive Bildschirmausschnitt).
Sehr kleiner Ausschnitt aus einer Tabelle, bezeichnet mit einer weißen drei auf blauem Kreis. Die erste Spalte enthält die laufende Nummer, die zweite den Namen eines Kreises, die dritte die thematischen Informationen, hier die Einwohnerdichte 99. Gezeigt werden beispielhaft vier Zeilen.

NICHT möglich ist das herauskopieren von Daten.

FLASH-MODUL

Die statische Darstellung großformatiger, in der Buchausgabe ganzseitiger (295x350mm) Karten stößt bei den gängigen Bildschirmauflösungen an ihre Grenzen. Somit treten hier Skalierungsmöglichkeiten von Karte und vorhandenen Signaturen in den Vordergrund. Zu diesem Zweck wurde statt pixelbasierter Graphiken auf die stufenlos skalierbare Vektordarstellung und Animationsmöglichkeiten durch Macromedias Flashplayer zurückgegriffen.

Hiermit lassen sich sowohl komplexe großformatige Karten als auch Animationen – d.h. Darstellungen von Veränderungen über mehrere Zeitschnitte oder räumliche Prozessabläufe – darstellen. Das Programm ermöglicht bei den komplexen Karten das stufenlose Zoomen, und es ergibt sich damit eine ähnlich gute Auflösung wie bei einer gedruckten Karte. Zudem erlaubt das Modul den Ausdruck der Karte im jeweiligen Druckerformat des Anwenders.

Screenshot aus dem elektronischen Atlas. Im Mittelpunkt steht eine Karte der nördlichen Hälfte Deutschland mit Choropletendarstellung, also der flächenhaften Visualisierung des hier nicht zu erkennenden Themas auf Basis der Kreise. In allen vier Ecken befinden sich Fenster, links oben eine Karte von Deutschland, die den gezeigten Ausschnitt der Hauptkarte verdeutlicht, links unten ein Funktionsmenü, rechts oben der Titel und rechts unten die Legende mit verschiedenen Reitern.

Um einen Vergleich der Darstellung von statischer (Buchausgabe) und animierter (elektronische Ausgabe) Karte zu geben, sind beide Versione als Download verfügbar.

Download Originalkarte (.pdf): 1.219KB
Download Flashanimation (.exe): 1.105KB

Ein weiterer Vorteil der Darstellung im Flash-Format besteht in der Möglichkeit zur Programmierung von Animationen, um so die Übersichtlichkeit von zeitlichen Abläufen, die sich beim statischen Format der Druckversion erst nach längerem Studium der Karte erschließt, zu gewährleisten.

Statischer Screenshot einer Karte gezeigt, die im Original als zeitlich ablaufende Animation das Zuliefersystem einer Just-In-Time-Produktion zeigt. Wesentliches Element ist eine stark vereinfachte Karte Deutschlands, die gebogene Linien in unterschiedlichen Farben enthält, die teilweise auch über das Gebiet Deutschlands hinausreichen. Auf der linken Seite des Fensters befindet sich eine Legende, die gleichzeitig den zeitlichen Ablauf symbolisiert und während der Animation die einzelnen Schritte verdeutlicht.

Auch diesen Vergleich können Sie durch die Download-Möglichkeit nachvollziehen.

Download Originalkarte (.pdf): 219KB
Download Flashanimation (.exe): 685KB

Systemvoraussetzungen

Systemvorraussetzungen (empfohlen):

PC ab Pentium II, 32 MB Ram (Minimum 16 MB)
Windows 95/98/ME, NT/2000, XP, Vista, Windows 7
Monitorauflösung 1024 x 768, XGA (Minimum 800×600, SVGA)
CD-Rom-Laufwerk
Internet Explorer 5.x oder höher, Flashplayer 6.0 oder höher

Wichtige Systemeinstellung

Das Programm benötigt die Einstellung “Kleine Schriftarten” (bis Windows 2000) bzw. Normalgröße (96dpi) (ab Win XP) bei den Anzeigeeigenschaften.
Ab Windows Vista wird die Schriftart automatisch zugeordnet.

Statischer Screenshot einer Karte gezeigt, die im Original als zeitlich ablaufende Animation das Zuliefersystem einer Just-In-Time-Produktion zeigt. Wesentliches Element ist eine stark vereinfachte Karte Deutschlands, die gebogene Linien in unterschiedlichen Farben enthält, die teilweise auch über das Gebiet Deutschlands hinausreichen. Auf der linken Seite des Fensters befindet sich eine Legende, die gleichzeitig den zeitlichen Ablauf symbolisiert und während der Animation die einzelnen Schritte verdeutlicht.
Statischer Screenshot einer Karte gezeigt, die im Original als zeitlich ablaufende Animation das Zuliefersystem einer Just-In-Time-Produktion zeigt. Wesentliches Element ist eine stark vereinfachte Karte Deutschlands, die gebogene Linien in unterschiedlichen Farben enthält, die teilweise auch über das Gebiet Deutschlands hinausreichen. Auf der linken Seite des Fensters befindet sich eine Legende, die gleichzeitig den zeitlichen Ablauf symbolisiert und während der Animation die einzelnen Schritte verdeutlicht.
Statischer Screenshot einer Karte gezeigt, die im Original als zeitlich ablaufende Animation das Zuliefersystem einer Just-In-Time-Produktion zeigt. Wesentliches Element ist eine stark vereinfachte Karte Deutschlands, die gebogene Linien in unterschiedlichen Farben enthält, die teilweise auch über das Gebiet Deutschlands hinausreichen. Auf der linken Seite des Fensters befindet sich eine Legende, die gleichzeitig den zeitlichen Ablauf symbolisiert und während der Animation die einzelnen Schritte verdeutlicht.